Europäische Rüstungskooperation

Militärintegration für ein starkes, vereintes Europa

In Zeiten von internationalen Krisen und unklaren Machtverhältnissen muss sich Europa seiner verteidigungs- und sicherheitspolitischen Aufgabe bewusst werden. Nur durch intensive, strukturierte und effiziente Verteidigungskooperation kann Europa seiner internationalen Bedeutung gerecht werden und echte Leistungen vollbringen.

Bereits seit den 1950ern steht der Begriff der „europäischen Armee“ im Raum. Was schon damals für viele eine zu mutige Idee war, ist zu großen Teilen auch heute leider noch Utopie. Die Zusammenarbeit von 28 einzelnen Armeen unter dem Dach der Idee einer Europäischen Armee wird nicht von heute auf morgen möglich sein. Europäische Rüstungskooperation ist jedoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Die Europäische Rüstungskooperation birgt gleich mehrere wichtige Vorteile sowohl für die deutsche als auch für die europäische Verteidigungspolitik. Als Nebenerscheinung der internationalen Finanzkrise führte die Sparpolitik in Europa in den meisten Ländern zu starken Kürzungen der Verteidigungsetats. Um dennoch weiterhin leistungsfähig zu sein, ist ein Umdenken nötig. In multinationaler Zusammenarbeit können Mittel und Gelder wesentlich effizienter eingesetzt werden.

Schon heute arbeitet Deutschland mit europäischen Partnern zusammen. Beispielhaft dafür stehen hier die Projekte mit Schweden (U-Boote), Frankreich (Leopard-3-Projekt) und den Niederlanden (integrierte Heeresstreitkräfte und in Zukunft Joint-Support-Ship).

Gemeinsame Forschung, Entwicklung und Führung sind nicht nur effizient, sie fördern außerdem die innereuropäische Verständigung. Mit Kooperation und Koordination als Basis europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik legen wir den Grundstein für ein langfristig stabiles Europa.