Praktikumsbericht: Michelle Paulsen

Praktikum im Deutschen Bundestag – geht das überhaupt? Matthias Ilgen machte es mir möglich!

Der Deutsche Bundestag übt für mich als Jurastudentin einen gewissen Reiz aus:
Die Arbeit der Parlamentarier und der Prozess der Gesetzgebung sind alltägliche Inhalte meines Studiums im öffentlichen Recht - nun wurde es endlich Zeit den Studienstoff hautnah mitzuerleben und hinter die Kulissen zu blicken.

Sechs Wochen Praktikum – was macht man eigentlich so als Praktikantin?

Meine Arbeit konzentrierte sich auf die administrativen Tätigkeiten, welche unter anderem das Vorbereiten der Ausschüsse und Arbeitsgruppen beinhaltete. Oft wurde ich beauftragt, Informationen zu unterschiedlichsten politischen Themen zu recherchieren und zu bearbeiten, beispielsweise zu Details der aktuellen Reform des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) als auch Gesetzesentwürfe zur Debatte über die elektromagnetischen Störungen bei Betriebsmitteln.

Nicht nur Büroarbeit kam auf mich zu, sondern auch diverse Besuche in Ausschüssen, AG-und Plenarsitzungen. Diese Erlebnisse zeigten mir die ungeschminkte Wahrheit über das Politikgeschehen, die Gesetzgebung und spannende Meinungsverschiedenheiten, die die Abgeordneten in ihren Sitzungen austrugen.

Des Weiteren nahm ich an verschieden Veranstaltungen aus dem Praktikantenprogramm der SPD teil. Dort wurde unter anderem mit MdB Burkard Lischka zum Thema „Neues Strafrecht – neuer Terror“ heiß diskutiert und Meinungen mit anderen Praktikanten ausgetauscht oder das Weißbuch der Bundeswehr vorgestellt.

Ein kleines Highlight, das auch nicht jeder Praktikant erlebt : Feuerübung im Paul-Löbe-Haus. Diesen Alarm mal zu erleben war spannend, wenn auch total unvorbereitet.

Auch hatte ich das Glück Matthias Ilgen zum Gartenfest der Seeheimer zu begleiten. Dies gab mir die Möglichkeit verschiedenste Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft kennen zu lernen, beispielsweise dem Bundespresseamt.

Über den Zeitraum meines Praktikums habe ich sowohl drei Sitzungswochen als auch sitzungsfreie Wochen miterlebt. Dadurch konnte ich die Größe und den Aufwand der Arbeit eines Bundestagsabgeordneten und seiner Mitarbeiter sehr gut wahrnehmen. Das gibt mir die Möglichkeit mich nun viel besser in die Arbeit der Parlamentarier reinzudenken.

Etwas, was wirklich nie zu kurz gekommen ist: Humor.
Das Team von Matthias Ilgen hat mich von der ersten Minute sehr herzlich aufgenommen und es war immer eine sehr ausgelassene Stimmung. Sie brachten einem viel Vertrauen und Verantwortung entgegen - man fühlte sich wie ein vollkommenes Mitglied des Bundestages. Komplexe Fragen zum Geschehen oder auch persönliche Fragen zu Berlin waren gar kein Problem. Abschließend war es eine sehr positive Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.